Twitter

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Funktionen

Twitter ist ein Micro-Blogging-Dienst mit dem Nachrichten ("Tweets") im Umfang von 140 Zeichen gepostet werden können. Durch "Folgen" anderer Twitter-Benutzer abonniert man deren Nachrichten, die in der sogenannten "Timeline", der persönlichen Startseite, angezeigt werden. Im Gegensatz zu anderen sozialen Netzwerken ist auch einseitiges Folgen möglich, d.h. ein Benutzer muss einen "Follower" nicht bestätigen und diesem auch nicht folgen. Bei gegenseitigem Folgen ist das Versenden persönlicher Nachrichten möglich. Die Benutzer werden angesprochen, zitiert und erwähnt, indem der Benutzername mit dem "@"-Zeichen verwendet wird (z.B. @fernunihagen). Dies sorgt dafür, dass die erwähnten Personen die Nachrichten mitlesen können, auch wenn sie dem Verfasser des Tweets nicht folgen.

Neben den Benutzernamen werden sogenannte "Tags" verwendet, die durch das vorgestellte Raute-Zeichen zu erkennen sind (z.B. #fernstudium). Damit werden Themen (z.B. #learning) und Veranstaltungen (z.B. #exif13 für den von der Fernuni Hagen veranstalteten MOOC (Massive Open Online Course) über wissenschaftliches Arbeiten) verschlagwortet und über die Suchfunktion auffindbar gemacht. Suchen, z.B. nach bestimmten Tags, können im Profil gespeichert werden und erneut abgerufen werden, so dass alle Tweets zu diesem Tag angezeigt werden.

Da 140 Zeichen nicht sehr umfangreich sind, werden häufig Links zu Webseiten, z.B. Blogs, versendet. Damit der Link die 140 Zeichen nicht komplett ausfüllt und keinen Platz für weitere Informationen dazu lässt, werden Kurz-URLs verwendet. Es gibt zahlreiche Tools (z.B. [1]) zum Kürzen von URLs, darunter auch Smartphone-Apps, die diese Anwendungen nutzen (z.B. URLy für Android).

Hier ist ein Beispiel-Tweet: [2].

Tweets können favorisiert oder "retweetet" werden. Bei ersterem, was Like-Buttons in anderen sozialen Netzwerken entspricht, wird der Tweet mit einem Stern markiert und in der eigenen Favoritenliste gespeichert. "Retweeten" bedeutet weiterleiten bzw. teilen: der Tweet wird erneut gesendet und ist nun auch für die eigenen Follower sichtbar. Tweets können entweder einfach weitergeleitet werden (dann wird nur der Verfasser des Tweets hinzugefügt) oder zitiert werden, d.h. der Tweet wird in Anführungszeichen gesetzt und kann - falls noch Zeichen zur Verfügung stehen - kommentiert werden.

Zusätzlich gibt es viele Dienste, die den Funktionsumfang von Twitter erweitern, z.B. um das Twitter-Netzwerk zu visualisieren (z.B. mentionmapp [3], Tweets in einen Zusammenhang zu bringen (z.B. storify [4], u.v.m.

Nutzen für das Fernstudium

Auf der offiziellen Twitter-Seite [5] wird Twitter als "Echtzeit-Informationsnetzwerk" bezeichnet. Als solches kann es auch für das Fernstudium verwendet werden: man kann Institutionen und Personen aus dem eigenen Fach- oder Themenbereich folgen und damit deren Nachrichten abonnieren. Darüber erhält man interessante Informationen und Links. Weitere Verwendungsmöglichkeiten von Twitter im Rahmen des Studiums sind: Vernetzung mit Mitstudierenden, Beteiligung an Diskussionen, Fragen an Follower stellen, Bekanntmachung neuer Blogeinträge, Informationsaustausch, usw.

Kritik

Standardmäßig ist die Privatsphäre-Einstellung "öffentlich" aktiviert. Um sich ein Netzwerk aufzubauen, ist das durchaus sinnvoller als Nachrichten nur an die eigenen Follower zu senden. Dies bedeutet aber, dass alle Tweets, die man verfasst oder retweetet, öffentlich im Internet für jeden einsehbar und nicht wieder entfernbar sind. Dessen sollte man sich bewusst sein.

Links

  • Twitter-Anleitung von Monika König [6]
  • Artikel von Jochen Robes (2013) "Twittern für die Bildung. Oder: Wie man mit 140 Zeichen lernen kann". In: Wirtschaft & Beruf. Zeitschrift für berufliche Bildung 05/2013. [7]
  • L3T-Kapitel: Ilona Buchem, Martin Ebner, Sandra Schön, Ralf Appelt, Sascha Kaiser (2013) "Blogging und Microblogging". In: L3T- Lehrbuch für Lehren und Lernen mit Technologien [8].