Diigo

Aus socialmedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Diigo ist ein kostenloser, englischsprachiger, webbasierter Social-Bookmarking-Dienst des Web 2.0. Eine Plattform zur Sammlung, Bearbeitung und zum Austausch von Internetquellen. Neben der netzbasierten Literaturverwaltung bietet Diigo auch weitreichende Kommunikations- und Kollaborationsmöglichkeiten. Die soziale Komponente (user generated content) ist auch der größte Unterschied zu den herkömmlichen Literaturverwaltungsprogrammen. Die Social-Bookmarking Dienste selbst unterscheiden sich dagegen im Wesentlichen nur durch die zur Verfügung gestellten Tools.

Funktionen

Diigo ruft man innerhalb seines Browsers (z. B. Internet Explorer, Mozilla Firefox) auf. Zur Nutzung bedarf es lediglich der Registrierung mit einer E-Mail Adresse, einem Passwort und der Wahl eines Benutzernamens. Zur Verfügung steht ein Guide – Video. Auch You Tube verfügt über weitere Anleitungsvideos.

Diigo stellt eine Toolbar zur Installation bereit. Bookmark (Lesezeichen von Internetquellen durch Import setzen), Highlight (farbige Markierung von Textstellen) und sticky note (Kommentierung im Text). Die soziale Komponente drückt die Funktion share aus. Textpassagen im Netz können so bearbeitet werden und durch Eingabe der URL importiert werden. Neben empfohlenen (recommended), können auch eigene Tags vergeben werden. Es entsteht so eine eigene Bibliographie (My-Library), illustriert durch eine Tagcloud. Mit Hilfe von Tagclouds kann man auch erkennen für welche Themen sich andere Nutzer interessieren.

Die Funktion „invite people“ ermöglicht die Vernetzung mit anderen. Die eigenen Rechercheergebnisse können an die Gruppe (geschlossen/öffentlich/RSS-Feed) übergeben werden.

Diigo vefügt über Browser Add-ons, Mobile und Desk Apps, Web Services.

Nutzen für das Fernstudium

Die erste Einarbeitung in Diigo erfordert Zeitaufwand und etwas Übung die Tools effektiv nutzen zu können.

Der Vorteil von Diigo liegt darin, dass gefundene Webseiten im Netz mit Highlight und Stickynotes bearbeitet werden können. Dies sind sehr nützliche Funktionen für das Exzerpieren von Internettexten. Die Vergabe eigener Tags und die Erstellung von Listen ist eine nützliche Ordnungs- und Strukturierungsfunktion. Der Mehrwert der Nutzung fremder Tags ist kritisch zu sehen. Die Qualität der vergebenen Tags ist nicht gewährleistet. Fundstellen müssen dahingehend kritisch überprüft werden. Für die gefundenen Quellen steht lediglich die URL zur Verfügung. Es besteht keine Möglichkeit weitere Angaben, wie Autor, Verlag, Erscheinungsjahr oder Dokumentenart zu importieren. Die geforderten Literaturangaben für das zu erstellende Literaturverzeichnis müssen per Hand in Diigo eingeben werden (Rubrik: Comment). Zudem hat Diigo keine Funktion Quellen mit einem Textverarbeitungsprogramm zu verknüpfen.

Die Stärke von Diigo ist die Möglichkeit der sozialen Vernetzung. Wird im Studium Teamarbeit eingefordert, ist Diigo sicherlich ein geeignetes Instrument sich dieses für die Literaturrecherche zu Nutze zu machen (groups, RSS Feed). Die Diigo Community kann auch Input geben, wenn die eigene Themenfindung für die schriftliche Arbeit erwartet wird.

Je nach Anforderung im Studium ist einem Literaturverwaltungsprogramm oder einem social bookmark der Vorzug zu geben. Es steht dem auch nicht entgegen beide Varianten zu kombinieren, soweit der zeitliche Aufwand vertretbar ist.

Kosten

Diigo ist eine kostenfreie webbasierte Literaturverwaltung in englischer Sprache, die von jedem internetfähigen Computer aus geöffnet und bearbeitet werden kann.

Kritik

Die Nutzerprofile können sehr ausführlich angelegt werden, insbesondere mittels der Tagclouds. Dessen sollte man sich bewusst sein.

Weblinks

https://www.diigo.com

http://www.youtube.com/watch?v=o0FTC_PAwnE&noredirect=1