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Autorin: Sara Becker
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Autorin: Sara Becker [mailto:sara.becker@fernuni-hagen.de (sara.becker@fernuni-hagen.de)]
  
 
== Inhalt der Methode ==
 
== Inhalt der Methode ==

Version vom 10. Februar 2017, 11:25 Uhr

Autorin: Sara Becker (sara.becker@fernuni-hagen.de)

Inhalt der Methode

Bei dieser Methode eignen sich Studierende die Rolle sachkundiger Expert/-inn/en an, die gemeinsam zu einem Thema diskutieren und dabei kontroverse Positionen vertreten. Moderiert wird die Diskussion entweder von einem/einer weiteren Studierenden oder von der Lehrperson.

Ablauf der Methode

In der Vorbereitungsphase vor dem Präsenzseminar informiert die Lehrperson die Studierenden über ihre jeweilige Expert/-inn/enrolle. Anhand ausgehändigter und/oder selbstrecherchierter Literatur müssen sich die Studierenden möglichst umfassend auf ihre Rolle vorbereiten und ihre Argumente in Stichworten bzw. Argumentationsketten schriftlich ausarbeiten. Dieses Vorgehen ermöglicht der Lehrperson eine gewisse Kontrolle über den Vorbereitungsstand der Studierenden. Auf der Grundlage dieser Wissensbasis halten die Studierenden zu Beginn der Diskussionsrunde ein kurzes Eingangsstatement (ggf. unterstützt durch eine Visualisierung am Flipchart o.ä.). Nach den Eingangsstatements startet die moderierte Diskussion, in die auch das Plenum einbezogen werden sollte, um alle Studierenden zu aktivieren. Die Diskussionsergebnisse sollten von der moderierenden Person schriftlich dokumentiert werden (z.B. am Flipchart). Tipp: Förderlich für eine authentische Diskussionsatmosphäre ist die Vorbereitung von Tischnamensschildern, Wassergläsern o.ä.

Stolpersteine

Es besteht die Gefahr, dass rhetorisch stärkere Studierende sich argumentativ durchsetzen und wichtige Gegenpositionen so nicht zur Geltung kommen. Das intensive Briefing aller an der Podiumsdiskussion beteiligten Studierenden, ein umfassendes Feedback zu den im Vorfeld schriftlich erarbeiteten Argumentationsketten sowie eine gelungene Moderation des Diskussionsprozesses sind daher zwingend notwendig.

Vorteile

Die Methode fördert das Einüben des mündlichen Präsentierens, die Darstellung unterschiedlicher Positionen zu bzw. Perspektiven auf ein Thema, die Strukturierung von Argumenten sowie die rhetorisch angemessene Aufbereitung von Inhalten.

Nachteile

Die Methode führt zu einem gewissen Kontrollverlust für die lehrende Person, da sie die Seminargestaltung teilweise aus der Hand gibt, insbesondere wenn sie auch die Moderation an Studierenden abgibt.

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