Barrierefreiheit: Unterschied zwischen den Versionen

Aus lehrepraktisch
Wechseln zu: Navigation, Suche
(Textdokumente)
(Werkzeuge)
Zeile 56: Zeile 56:
 
Bei eLearning-Anwendungen sind das grundsätzliche Seitenlayout und die Navigation in der Regel fest vorgegeben und im Code bzw. in CSS-Dateien hinterlegt. Bei Anpassungen durch Entwickler/innen im ZMI ist eine Abschätzung von Aufwand und Nutzen geboten, denn Anpassungen müssen unter Umständen über viele Upgrades hin mitgepflegt werden.
 
Bei eLearning-Anwendungen sind das grundsätzliche Seitenlayout und die Navigation in der Regel fest vorgegeben und im Code bzw. in CSS-Dateien hinterlegt. Bei Anpassungen durch Entwickler/innen im ZMI ist eine Abschätzung von Aufwand und Nutzen geboten, denn Anpassungen müssen unter Umständen über viele Upgrades hin mitgepflegt werden.
 
* Wichtig ist die grundsätzliche Berücksichtigung der [Web accessability Guidelines https://www.w3.org/Translations/WCAG20-de/] bereits bei der Entwicklung der Werkzeuge. Für [[Moodle]] und das [[ePortfolio|ePortfolio-System Mahara]] ist das weitestgehend, wenn auch nicht lückenlos gegeben.
 
* Wichtig ist die grundsätzliche Berücksichtigung der [Web accessability Guidelines https://www.w3.org/Translations/WCAG20-de/] bereits bei der Entwicklung der Werkzeuge. Für [[Moodle]] und das [[ePortfolio|ePortfolio-System Mahara]] ist das weitestgehend, wenn auch nicht lückenlos gegeben.
 +
* Selbst wenn das Werkzeug eine gute Basis bietet, kann die Barrierefreiheit durch den dort eingestellten Content start beeinträchtigt werden. Daher kommt den Autor/innen eine wesentliche Rolle zu (siehe oben, Hilfe bei der Materialerstellung).
  
 
== Weiterführende Information ==
 
== Weiterführende Information ==

Version vom 25. Mai 2016, 13:27 Uhr

Diese Seite ist noch nicht vollständig und wird im Lauf der Zeit ergänzt.

Für Fernstudierende mit speziellen Anforderungen ist der möglichst barrierefreie Zugang zu den webbasierten Lehr-/Lernszenarien mindestens genauso wichtig, wie der gute Zugang zu realen Gebäuden. Es ist nicht immer einfach, diesem Anspruch gerecht zu werden. Wir sollten aber Barrierefreiheit immer mitdenken, ohne sie in allen Fällen zu 100% erreichen zu können.

Unterstützende Technologien

  • Blinde und Sehgeschädigte
    • Vorlesefunktion
    • Screenreader (wesentlich umfangreichere Funktionen als Vorlesefunktion!)
    • Tastaturbedienung ohne Maus (Tabben)
    • Einstellungsmöglichkeiten im Browser (Schriftgröße, Kontrast, Farben)
  • Taube und Hörgeschädigte
    • Textumschriften
    • Umsetzung in Gebärdensprache (sehr aufwändig)
  • In der Beweglichkeit (der Hände) eingeschränkte Personen
    • Tastaturbedienung ohne Maus (Tabben)
    • Spezialtastaturen und -Mäuse (große Tasten, Steuerung des Cursors mit Fuss oder Mund)
    • Augensteuerungstechnologien
  • Im Sprachverständnis eingeschränkte Personen
    • Leichte Sprache (eher für allgemeine Informationen und Anleitungen als für wissenschaftliche Texte umsetzbar)
  • Vielfältige und zunehmende Unterstützung mit mobilen Endgeräten

Lehrangebote

Unsere Informationen zur Barrierefreiheit im Web der FernUni sind nicht nur für Webseiten im Allgemeinen, sondern auch für webgestützte Lehrangebote sehr hilfreich. Grundsätzlich liegen die Hürden in den beiden Bereichen

Hinweise für die Materialerstellung

Sie als Autor/in tragen mit der möglichst barrierefreien Gestaltung der zahlreichen Textfelder in Moodle oder den eLearning-anderen Werkzeugen wesentlich dazu bei, dass die webbasierten Lehr-/Lernumgebungen für unterschiedliche Studierende zugänglich sind. Dabei entstehen günstige Synergieeffekte für alle:

  • verbesserte Qualität des Webangebots allgemein
  • verbesserte Darstellung auf mobilen Endgeräten
  • verbessertes Medienangebot für unterschiedliche Lernertypen (text-, ton- oder bildorientiert)

Webseiten und Textfelder

Gleichgültig, ob Sie eine Lernumgebung in Moodle oder eine Aufgabe im Online-Übungssystem erstellen oder ob Sie als Redakteurin in Imperia für einen Teil des Webangebots zuständig sind, achten Sie auf die Prinzipien zu Umsetzung von barrierefreien Webseiten.

Testwerkzeuge für Webseiten berücksichtigen eher Einzelaspekte. Hier eine Auswahl:

  • Beachtung der allgemeinen HTML-Standards [1]
  • Struktur und korrekte Beschreibungen für Bilder und Links [2] oder [3]
  • Simulation von Farbfehlsichtigkeiten [4]

Hinweis: Die Testwerkzeuge sind nur für offen zugängliche Webseiten geeignet. Bei Moodle und anderen eLearning-Anwendungen wird nur die Startseite vor dem Login berücksichtigt.

Textdokumente

Textdokumente sind für Blinde und Sehbehinderte am Besten geeignet, wenn sie als PDF mit einem Screenreader zugänglich sind.

Andere Formate

  • Videos sind für Blinde und Sehbehinderte nicht geeignet. Sofern sie nicht ergänzend zum schriftlichen Material angeboten werden, ist eine Umschrift zu erstellen.
  • multimediale Elemente wie z.B. Simulationen sind ebenfalls für Blinde und Sehbehinderte schwer zugänglich. Ein Text- oder Audio-Ersatz ist zu erstellen.
  • Audios sind für Hörgeschädigte nicht geeignet. Sofern sie nicht ergänzend zum schriftlichen Material angeboten werden, ist eine Umschrift zu erstellen.

Werkzeuge

Bei eLearning-Anwendungen sind das grundsätzliche Seitenlayout und die Navigation in der Regel fest vorgegeben und im Code bzw. in CSS-Dateien hinterlegt. Bei Anpassungen durch Entwickler/innen im ZMI ist eine Abschätzung von Aufwand und Nutzen geboten, denn Anpassungen müssen unter Umständen über viele Upgrades hin mitgepflegt werden.

  • Wichtig ist die grundsätzliche Berücksichtigung der [Web accessability Guidelines https://www.w3.org/Translations/WCAG20-de/] bereits bei der Entwicklung der Werkzeuge. Für Moodle und das ePortfolio-System Mahara ist das weitestgehend, wenn auch nicht lückenlos gegeben.
  • Selbst wenn das Werkzeug eine gute Basis bietet, kann die Barrierefreiheit durch den dort eingestellten Content start beeinträchtigt werden. Daher kommt den Autor/innen eine wesentliche Rolle zu (siehe oben, Hilfe bei der Materialerstellung).

Weiterführende Information

Fernstudium für Blinde und Sehbehinderte (Informationen der Abt. Medienerstellung im ZMI)
Infos zur Barrierefreiheit bei e-teaching.org
e-teaching.org Webinar am 18.11.2013
Gute Anregungen von der Stiftung Warentest 06.05.14
Barrierefrei kommunizieren mit Datenbank für unterstützende Technologien
Diversity Toolbox aus der Universität Lausanne mit Bausteinen zur Förderung der Inklusion in einer Klasse/einem Kurs

Unterstützung

FernUni Tool Guide (Vorschau PNG 80X106px)

Mit dem FernUni Tool Guide erhalten Sie schnell einen Überblick über die FernUni-Lehrtools.
Lesbare Version zum Download (PDF 195KB)


Benötigen Sie weitere Beratung zu diesem Thema?
Die Koordinationsstelle E-Learning und Bildungstechnologien im ZMI ist für Sie da.