Alternativen zum Referatsformat: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 10. Februar 2017, 12:16 Uhr

Autorin: Sara Becker (sara.becker@fernuni-hagen.de)

Kontext

Eine wesentliche Schlüsselkompetenz, die im Rahmen eines sozialwissenschaftlichen Studiums vermittelt werden sollt, ist die Fähigkeit, mündlich zu präsentieren. Jede Absolventin und jeder Absolvent der Sozialwissenschaften soll spätestens mit dem Abschluss des Studiums in der Lage sein, einen wissenschaftlichen mündlichen Vortrag strukturiert und rhetorisch ansprechend zu halten sowie ggf. unterstützend zu visualisieren (PowerPoint, Prezi etc.).

Problem

In der Hochschullehre bietet sich Studierenden klassischerweise durch das Halten von Referaten die Möglichkeit, mündliches Vortragen zu erlernen und einzuüben. Seminare, die durch eine Aneinanderreihung von studentischen Referaten geprägt sind, werden jedoch von den meisten Seminarteilnehmenden als eintönig empfunden. In der Fernlehre ist dieses Problem noch gravierender: Die Möglichkeit zum mündlichen Vortragen beschränkt sich für Fernstudierende meist auf Präsenz- und/oder Onlineseminare. Aus Gründen der Vereinbarkeit mit Familie und Beruf ist die verpflichtende Teilnahme an synchroner Lehre in Form von Präsenzseminaren und/oder Online-Seminaren im Fernstudium auf ein Minimum beschränkt. Insofern ergibt sich ein Spannungsfeld zwischen einer Vielzahl von Studierenden, die einen mündlichen Vortrag halten wollen bzw. sollen einerseits und einem stark begrenzten Zeitrahmen andererseits.

Lösung

Um bei begrenzten zeitlichen Kapazitäten allen Studierenden das Einüben mündlicher Präsentationen zu ermöglichen und den Seminarablauf dabei dennoch abwechslungsreich zu gestalten, sollte die Seminarleitung verschiedene Formen der mündlichen Präsentation anbieten. Neben studentischen Referaten eignen sich hier u.a.:

Stolpersteine

Die abwechslungsreiche Konzeption eines Präsenzseminars mit unterschiedlichen methodischen Elementen erfordert eine umfangreiche Vorbereitung und Planung seitens der Lehrperson(en). Diese muss darauf achten, dass die verschiedenen mündlichen Formate hinsichtlich des Vorbereitungsaufwands für die Studierenden möglichst vergleichbar sind.

Vorteile

Durch die Mischung der verschiedenen didaktischen Methoden lässt sich eine anregende „Gesamtdramaturgie“ des Seminarablaufs erreichen, was erfahrungsgemäß auch die nachhaltige Verankerung des Gelernten fördert. Alle Studierenden können auf die eine oder andere Weise die Schlüsselkompetenz des mündlichen Präsentierens einüben, ohne dass es für die Zuhörenden eintönig wird. Darüber hinaus erlernen die Vortragenden auch neue Formen des Präsentierens und fixieren sich nicht alleinig auf das Referatsformat. Somit werden die Studierenden in ihren Präsentationskompetenzen flexibler und vielfältiger.

Nachteile

Die Ermöglichung unterschiedlicher Formen des mündlichen Präsentierens verringert die Vergleichbarkeit der studentischen Leistungen. Der Planungsaufwand gegenüber einem „klassischen“ Präsenzseminar (mit Referaten als einzigem Format für mündliche studentische Leistungen) ist höher.

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