Advocatus Diaboli: Unterschied zwischen den Versionen

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Advocatus Diaboli
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Aktuelle Version vom 10. Februar 2017, 13:02 Uhr

Autorin: Sara Becker (sara.becker@fernuni-hagen.de)

Inhalt der Methode

Hierbei präsentieren (mindestens) zwei Personen eine Wechselrede, bei der eine Person die Rolle des Advocatus Diaboli übernimmt, d.h. eine Gegenposition zur (vermeintlich) vorherrschenden Meinung vertritt.

Ablauf der Methode

Die Studierenden bereiten im Vorfeld der Veranstaltung eine Wechselrede vor und proben sie gegebenenfalls. In der Veranstaltung wird zunächst die vermeintlich stärkere (Mainstream-)Position vorgestellt. Dem widerspricht der Advocatus Diaboli. Der Vertreter der stärkeren Position verteidigt sich usw. Gegebenenfalls kann auch hier unterstützend eine Visualisierung mit PPT-Folien oder dem Flipchart erfolgen. Im Anschluss kann eine Gruppendiskussion mit dem gesamten Plenum geführt werden, um die aufgeworfene Thematik zu vertiefen.

Stolpersteine

Gerade in Studierendengruppen, in denen viele der Studierenden eine ähnliche Meinung zu einem Thema haben – so sind z.B. im Studiengang Umweltwissenschaften überwiegend „umweltbewegte“ Studierende anzutreffen – , gibt es manchmal Schwierigkeiten jemanden zu motivieren, die Rolle des Advocatus Diaboli zu übernehmen. Es sollte daher sichergestellt werden, dass die Rollen der Diskutierenden als „gespielt“ anmoderiert werden (z.B. von der Lehrperson).

Vorteile

Die Methode eignet sich gut, um bisher unhinterfragte Positionen zu beleuchten, Inhalte kritisch zu überprüfen und unterschiedliche Perspektiven auf ein kontroverses Thema herauszuarbeiten. Durch die Konfrontation mit einer Gegenmeinung entstehen häufig sehr lebhafte Diskussionen.

Nachteile

Die Anwendung der Methode führt zu einem gewissen Kontrollverlust für die Lehrperson, weil sich Ablauf und Dynamik der Wechselrede weniger gut vorhersagen lassen als z.B. ein Referat, bei dem im Vorfeld die Folien bekannt sind. Der Schlüssel zum Erfolg der Methode liegt daher in einer guten Vorabsprache zwischen der Lehrperson und den Studierenden ggf. auch mit einer schriftlichen Ausarbeitung von Argumentationsketten, zu denen die Lehrperson ein Feedback gibt.

Verwandte Pattern

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